Stickstoffmonoxid (NO) ist ein körpereigenes Molekül und einer der wichtigsten Botenstoffe Deines Herz-Kreislauf-Systems. Gebildet wird es in der Innenwand Deiner Blutgefäße. Von dort gibt NO der glatten Gefäßmuskulatur das Signal, sich zu entspannen: Die Gefäße weiten sich, der Blutfluss bleibt frei und der Blutdruck im Gleichgewicht. NO wirkt allerdings nur wenige Sekunden: Dein Körper muss es laufend neu produzieren. Und genau diese Produktion lässt bereits ab etwa dem 30. Lebensjahr kontinuierlich nach.
NO im Lebensverlauf: Was in jedem Jahrzehnt passiert
Der NO-Abfall verläuft nicht bei allen gleich. Geschlecht und Lebensphase bestimmen, wann und wie stark die Produktion nachlässt, bei Frauen vor allem rund um die (Peri-)Menopause, bei Männern bereits ab dem 30. Lebensjahr.
Frauen
| Alter | Was im Körper passiert |
|---|---|
| 20 bis 29 | NO-Produktion auf Hochtouren: 90 bis 100 %, solange der Lebensstil mitspielt. |
| 30 bis 39 | Der NO-Spiegel beginnt zu sinken: Energie lässt nach, Hormone geraten aus dem Takt, der Stoffwechsel verlangsamt sich. |
| 40 bis 49 | Mit 40 fällt NO spürbar ab: Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen und unruhiger Schlaf prägen die Perimenopause. |
| 50 bis 59 | Die Menopause löst einen scharfen NO-Einbruch aus, mit Folgen für Herzgesundheit und Libido. |
| 60 bis 69 | Gesunde NO-Werte bleiben entscheidend: Sie regulieren Blutdruck, Libido, Energie und geistige Klarheit. |
Männer
| Alter | Was im Körper passiert |
|---|---|
| 20 bis 29 | NO-Produktion auf Hochtouren: 80 bis 100 %, solange der Lebensstil mitspielt. |
| 30 bis 39 | Schon mit 30 bricht der NO-Spiegel ein: Energie und Leistungsfähigkeit lassen nach. |
| 40 bis 49 | Der Abwärtstrend setzt sich fort: steigender Blutdruck, schwindende Energiereserven. |
| 50 bis 59 | Sinkende NO-Werte drosseln die Durchblutung: Herzgesundheit und Sexualfunktion leiden. |
| 60 bis 69 | Gesunde NO-Werte bleiben entscheidend: Sie regulieren Blutdruck, Libido, Energie und geistige Klarheit. |
Der NO-Verlust ist kein Schicksal eines einzelnen Alters, er ist ein schleichender Prozess über Jahrzehnte. Genau deshalb zählt, was Du täglich tust.
Was ein niedriger NO-Spiegel bedeutet kann
Sinkt der NO-Spiegel, können sich die Gefäße schlechter weiten. Mögliche Folgen einer eingeschränkten Gefäßfunktion:
- Verminderte Gefäßerweiterung
- Blutdruck aus dem Gleichgewicht
- Chronische Erschöpfung
- Belastung für Herz und Kreislauf
- Durchblutungsstörungen
- Nachlassende körperliche Leistungsfähigkeit
- Konzentrationsprobleme
Die gute Nachricht: NO lässt sich über die Ernährung gezielt fördern
Der Körper bildet NO auch aus Nitrat aus der Nahrung (Nitrat-Nitrit-NO-Weg). Besonders reich daran sind grünes Blattgemüse und Rote Bete. Welche Sorten wie viel Nitrat liefern und wie viel in einer Alltagsportion steckt, zeigt unser Beitrag zu den nitratreichen Lebensmitteln.
Häufige Fragen
Was ist Stickstoffmonoxid (NO)?
NO ist ein körpereigener Botenstoff, der in der Innenwand der Blutgefäße gebildet wird. Er gibt der glatten Gefäßmuskulatur das Signal, sich zu entspannen, sodass sich die Gefäße weiten und der Blutfluss frei bleibt.
Ab wann lässt die NO-Produktion nach?
Die körpereigene NO-Bildung beginnt etwa ab dem 30. Lebensjahr zu sinken. Bei Frauen verändert sie sich vor allem rund um die (Peri-)Menopause, bei Männern oft schon früher.
Was können Folgen eines niedrigen NO-Spiegels sein?
Sinkt der NO-Spiegel, können sich die Gefäße schlechter weiten. Mögliche Folgen einer eingeschränkten Gefäßfunktion sind unter anderem nachlassende körperliche Leistungsfähigkeit, Durchblutungsstörungen und ein Blutdruck aus dem Gleichgewicht.
Wie kann ich NO über die Ernährung fördern?
Der Körper bildet NO auch aus Nitrat aus der Nahrung. Besonders reich an Nitrat sind grünes Blattgemüse und Rote Bete. Verlinkung zu anderem Artikel von uns
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden wende dich an deine Ärztin oder deinen Arzt. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ausgewogene Ernährung und keine gesunde Lebensweise.
Quelle: Dietary nitrate supplementation and exercise performance (2014)