Todesursache Nummer 1: warum Herzgesundheit zählt

Todesursache Nummer 1

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Im Jahr 2023 starben über 290.000 Menschen an ihren Folgen, rund 29 Prozent aller Todesfälle (Deutscher Herzbericht, Statistisches Bundesamt). Damit sterben mehr Menschen an Herz und Kreislauf als an Krebs. Vieles davon lässt sich beeinflussen. Genau deshalb ist Herzgesundheit keine Frage des Zufalls.

Die Zahlen

Hinter der Statistik stehen einzelne Krankheitsbilder. Die koronare Herzkrankheit, also die Verengung der Herzkranzgefäße, führte 2023 zu rund 120.000 Todesfällen. Davon entfielen rund 44.000 auf den akuten Herzinfarkt. Dazu kommen über 530.000 Krankenhausaufnahmen pro Jahr allein wegen der koronaren Herzkrankheit (Deutscher Herzbericht 2025). Herz-Kreislauf-Erkrankungen liegen damit weit vor den Tumorerkrankungen.

Trotz Fortschritt bleibt der Druck hoch

Die Sterblichkeit ist über die Jahre gesunken. Die Sterberate der koronaren Herzkrankheit lag im Jahr 2000 bei 268,8 pro 100.000 Einwohner, 2011 bei 169,6 und 2023 bei 133,3. Der Rückgang stagniert jedoch auf zu hohem Niveau. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei der Sterberate zurück und auch bei der Lebenserwartung nur im hinteren Feld. Fachleute sehen den größten Nachholbedarf in der Prävention und Früherkennung (Deutscher Herzbericht 2025).

Das Meiste beginnt bei den Risikofaktoren

Die zentralen Treiber sind bekannt: Bluthochdruck, erhöhtes LDL-Cholesterin, Diabetes, Übergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und dauerhafter Stress. Diese Faktoren lassen sich beeinflussen, oft schon über den Lebensstil. Welche acht Faktoren ein gesundes Herz ausmachen, liest du in unserem Beitrag Die 8 Faktoren für ein gesundes Herz.

Früh checken lohnt sich

Die Deutsche Herzstiftung und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie empfehlen einen regelmäßigen Herz-Kreislauf-Check, im besten Fall ab 35 und spätestens ab 50. Wichtig ist, die eigenen Werte zu kennen: Blutdruck, Blutfette und Blutzucker. Wird eine Erkrankung früh erkannt, lässt sich gegensteuern. Im Notfall gilt: Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt zählt jede Minute. Sofort den Notruf 112 wählen.

Einordnung

Die Zahlen zeigen, wie groß das Problem ist. Sie zeigen auch, wo Vorsorge ansetzen kann. Der erste Schutz ist Wissen, der zweite die tägliche Routine. Genau dafür macht Kardionik Herzgesundheit zum Thema.


Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die Inhalte werden sorgfältig recherchiert und mit Quellen belegt. Bei gesundheitlichen Fragen oder erhöhten Werten wende dich an deine Ärztin oder deinen Arzt. Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt wähle sofort den Notruf 112. Trotz sorgfältiger Erstellung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität. Maßgeblich ist stets die individuelle ärztliche Beurteilung.

Quellen:

  1. Statistisches Bundesamt (Destatis). "Todesursachen." Abgerufen am 14.7.2026, von https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Todesursachen/_inhalt.html
  2. Deutsche Herzstiftung. "Deutscher Herzbericht, Update 2025: Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt Todesursache Nummer 1." Abgerufen am 14.7.2026, von https://herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/herzbericht-2025-herzinfarkt-todesursache-nr-1